schillerkult

Mai 22nd, 2010

Twitter-Abschied einer Sternschnuppe

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Twitter-Abschied einer Sternschnuppe

Zum Abschied ich ganz kurz und knapp,

nur Folgendes zu sagen hab:

es war mit euch `ne Schöne Zeit,

oft lehrreich, voller Heiterkeit,

bei Spaß und Freude gleichermaßen,

wenn wir uns in der Timeline trafen.

Von jedem nehm`ich etwas mit für`s Leben,

und hoff`ich konnt` euch auch was geben.

Bleibt kerngesund, mit Glück auf Erden,

und was ihr wünschet, möge Werden!

So still ich einst gekommen bin, so ruhig nun auch geh`,

und während Zelte abgebaut, flüstre ich leise euch Adieu ;-)

Mai 15th, 2010

Und noch mehr Reimereien, auf dass sie euch erfreuen

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Haiku

Morgentau auf der Rosenknospe / immer wiederkehrendes Nass / einstiger Tränen

Das Leid der Seelen

Das ist ein Leid der guten Seelen, dass sie sich selbst mit Zweifeln quälen

Das ist ein Leid mit edlen Seelen, dass sie zum rechten Zeitpunkt fehlen

Das ist ein Leid der wahren Seelen, dass derer nur so wenig zählen

Doch bleibt ein Trost den guten Seelen, dass sie einander nicht verfehlen

Kind der Sonne

Ich bin ein Kind des Sonnenscheins,

genieß die Leichtigkeit des Seins,

verspür`ich warme Sonnenstrahlen,

nichts Böses kann mir widerfahren.

Doch bleibt sie aus, die liebe Sonne,

so schwindet meines Lebens Wonne,

im Grau, nur, muss ich vegetieren,

und lauf Gefahr mich zu verlieren.

Jahreszeiten – Haiku

Kirschbaum im Garten / Knospen von zartem Grün / lautlose Entfaltung

Kirschbaum im Garten / strahlende Blüten / Schnee aus weissen Blättern

Kirschbaum im Garten / noch blasse Früchte / Krähen in Erwartung

Kirschbaum im Garten / dem fallend Laub im kalten Herbstwind / folgt langer Schlaf des Vergessens

Diverses

~ In meinem Herz, an Freundes Brust, mir meines Menschenwerts bewusst, fühl ich das Glück und auch zugleich, auf Erden hier, mein Himmelreich ~

~ Mögt ihr auf jene Menschen bauen, die tragen Seele im Gesicht, in reinem, kindlichen Vertrauen, enttäuschen diese sicher nicht ~

~ Du wirst in meinen Liedern leben, die nur allein sind dir geweiht,

zum Abgott will ich dich erheben,

im Tempel der Unsterblichkeit ~

Mückenplage

Ein paar warme Frühlingstage,

schon ist sie da, die Mückenplage.

Kaum legst du dich zum Schlafen hin,

hat dieses Biest nur eins im Sinn:

dein Blut, das will es aus dir saugen,

schwirrt um die Nase, Ohren, Augen,

schlägst um dich, glaubst du kannst`s verjagen,

entnervt willst du es an den Kragen.

Du machst ein Licht und gehst es suchen,

doch findest nichts, beginnst zu fluchen.

Kaum wieder dunkel, legst dich nieder,

da hörst du dieses Untier wieder.

So geht das zu, die halbe Nacht,

hast kaum ein Auge zugemacht…

Und trotzdem hat es dich gebissen,

s`ruht satt gesauget hinterm Kissen,

und lauert auf die nächste Nacht,

die abermals zum Opfer macht,

was an Größe weitaus überragt.

Du siehst, so ist zum Überleben,

dem Schwachen, ihm ein Stachel auch gegeben…

Feiertage

Ach, die lieben Feiertage,

ein einzig Fress-und Saufgelage.

Da kommen Onkel und die Tanten,

die ganzen lieben Anverwandten,

zusammen an die üppig Tafel,

und schmausen, grunzen mit Geschwafel.

Dann, zwischen Suppe und Dessert,

muss ein Sonntagsbraten her.

Getränkt wird`s Mahl von Lästerei,

über jene, die nicht am Tisch dabei.

Ihr sagt, bei euch sei`s anders?

Das glaubet auch wer`s will!

Ihr haltet mich zum Besten,

doch ich schweig, besser wissend, still.

Die Birke

Birkenlaub vom letzten Jahr unter meinen Füssen,

doch die Zweige knospen schon, die mich grün begrüssen.

Ein alter Baum, der leblos schien, steht hier in vollem Saft,

und zeigt, dass in der Ruhezeit, gesammelt hat, enorme Kraft.

Sonntags

Sonntags wird in unsrer Stadt zum Kirchgang aufgerufen,

dann hört man weder böses Wort, noch einen Bauer fluchen.

Ein jeder putzt sich fein heraus und watschelt in die Kirch`,

und von der Kanzel predigt wild, der alte Pfarrer Schnirch.

Lass sie nur zieh`n, seit Zeiten schon, so ist die Landidylle,

ich sitz derweil im “Schwarzen Schwan”, und lobe mir die Stille.

Blaues Band

Ach, wie ist der Frühling herrlich,

wenn er zeigt sein blaues Band,

alles spriesset, alles blühet,

in den Gärten, auf dem Land.

Und, er macht das Leben herrlich,

wenn die Sonne strahlt ins Land,

und gar alles, sei´s beschwerlich,

geht so einfach von der Hand.

Die neue Zeit ist angesagt,

der Winter längst nicht mehr gefragt,

wenn zieht mit blauem Bande,

der Frühling übers Lande.


Mai 12th, 2010

Kleine Reimereien

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Vom Winde verweht

Dem Wind erzählt was mich bedrückt / wenn`s Herz zum Halse schlägt / dem Wind erzählt was mich beglückt / vom Winde wird`s verweht /  ob Wünsche oder Klagen / dem Winde will ich`s sagen / er hört sich`s an, er trägt es fort / flink, namenlos an fernen Ort / und bringt es sicher nicht zurück / welch ein Glück

Der Baum

Dort draussen steht ein alter Baum,

er streckt sich aus im Wiesenflaum,

mit Tausend Blättern, weißen Blüten,

kann er so manchem Schutze bieten.

Er mag den Vögeln Obdach spenden,

die Nester bau`n in seinen Händen,

wird Schmetterlingen, Käfern, Bienen,

bei ihrer Nahrungssuche dienen.

Er kann sogar, trotz aller Plagen,

vom Ungeziefer Früchte tragen,

und wird somit die Tiere nähren,

die jene Früchte dann verzehren.

Er bietet Schutz bei stärkstem Regen,

und wenn die Winde ihn bewegen,

dadurch sein dichtes Kleid zerstreu`n,

wird er noch Wiesendünger sein.

So steht der Baum, er spendet Leben,

aus seiner Kraft, die ihm gegeben,

wenn solch ein Baum vom Beile fällt,

stirbt mit ihm eine kleine Welt.

Ja, jenen Kosmos, den er nährt,

wird dann mit einemmal zerstört,

es geht mit ihm die ganze Pracht,

die nicht erwuchs in einer Nacht,

sein Wuchs erzählt von hundert Jahren,

es darf dem Baum nichts widerfahren!

Die Strahlende / ein Rätsel

Kräftig, groß, und sehr markant,

gedeiht sie meistens auf dem Land.

Auch in kleinen Gartenbeeten,

ist sie öfter mal vertreten.

Prächtig gelb, mit braunem Kern,

sicher siehst auch Du sie gern.

Dem Vogel mundet ihre Frucht,

im Winter er nach dieser sucht.

Ihr Leuchten, sichtbar aus der Ferne,

die Früchte, nennt man hier die Kerne,

erfreut das Auge, zieht es an,

gar meistens sogar in den Bann.

Nach wärmend Planet ist sie benannt,

ähnelt ihm sehr, fast wie verwandt.

~ Das Glück, als wie ein Kolibri, umschwirret dich, doch rastet nie ~

~ Der trägt sein Herz am rechten Fleck, inmitten seiner Brust, der aus dem tiefsten Gram heraus, entdecket neue Lebenslust ~

~ So, wie der Mond am Himmel wohnt, in jedem Gottes Funke thront. Nur Eigenliebe, die entfacht, was Gott uns als Geschenk gedacht ~


Vergänglicher Ruhm

Silber, Gold und all der Flitter,

roter Teppich, Blitzgewitter,

dieser Ruhm kennt nicht Bestand,

rieselt langsam durch die Hand,

wie fein gekörnter Meeresstrand.

Leidenschaft

Erschreckend, wie ein wilder Stier,

stampft auf die Leidenschaft in mir,

will man mir Lust verwehren.

Dann ist sie`s, die mit aller Macht,

vereint sich mit der Triebe Kraft,

zu vollziehen,

und nicht nur zu begehren

Mai 5th, 2010

Ebbe und Flut

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Ebbe und Flut

Bin dir Ebbe und Flut,

Leib im Strom der Gezeiten,

werd zur Flamme der Glut,

musst dich gut vorbereiten!

Bin wie Ebbe und Flut,

leb mit Wasser und Land,

lass dich treiben mit mir,

denn wir zwei sind verwandt.

Sei mir Sonne und Mond,

der golden Tag, ersehnte Silbernacht,

was dich ausmacht, das Warten lohnt,

begehrt, von Sinnen , mit aller Macht.

Bin dir Ebbe und Flut,

Du, die Kraft, mich sanft wird lenken,

mein trunken Geist, in wallend Blut,

kann nicht anders, als dich Denken.

In der Weite der Meere, einst verloren,

im Glück doch, entdeckt und gefunden,

wer dem andern zum Dasein geboren,

der Hindernisse bar, derer alle umwunden.

Auf Wogen der Achtung, der Zärtlichkeit,

der Liebe Vertrautheit, Gemeinsamkeit,

diese Seelenverwandtschaft, die nun endlich gefreit,

getragen, im Wirbel, durch Raum ohne Zeit,

geleitet zur wahren Glückseligkeit.

Wie die Muschel am Strand,

hast Du mich auserlesen,

nun gehör ich zu dir,

war wie Du, suchend Wesen.

Lass gemeinsam uns tragen, das nahend Geschick,

und Empfangen den seligen Augenblick,

der Verbundenheit,

wenn wir uns dereinst vereinen.

Und veredeln, was brach lag, verborgen im Kleinen,

ja, es ist an der Zeit,

wenn auch Du bist bereit,

so lass uns nicht mehr nur davon träumen!


Mai 2nd, 2010

Lilien-Lied / Madonnen-Lilie

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Lilienlied

Du edle Pflanze, weiß wie Schnee,

wächst rank von Wuchs in große Höh`,

du meiner Augen Weide.

Wirkst demutsvoll, so hold, bescheiden,

du tröstest den, der hat zu leiden,

dein Anblick trocknet Tränen.

Musst doch der Götter Liebste sein,

erdacht von einem wirst du sein,

beinah unsagbar Schöne

Verströmst Odeur von zartem Duft,

dein Anblick krönt, erfüllt die Luft

lässt andre Sphär`erahnen

Du reine Blume, ehrerbietig,

stimmst mich, Bewund´rer, selbstlos gütig,

entzauberst gram Gedankengut.

Du strotzt von Unberührtheit Kraft,

dein Anblick sanfte Ruhe schafft,

in einer Welt der Eile.

Dein feenhaftes Angesicht,

von mir geliebt, bis du verblüht,

festhaltend in Gedanken.

Die kostbar`Zeit, die du mir blühst,

mir wertvoll, unverzichtbar ist,

mich trauern lässt dein Scheiden.

So zeigst du, ja, erinnerst mich,

lebend Schönheit währt nicht ewiglich,

dem Moment nur ist sie geschaffen.

Als Lilie bist du bekannt,

Madonnen-Lilie benannt,

ein Name, dir zu Recht gegeben.

Du ungekrönte Königin,

nach Bewunderung strebt nicht dein Sinn,

du leuchtest vom Licht der Erhabenheit.

So wie der Rose Eitelkeit,

verleihst du Anmut`s Herrlichkeit,

mit Bescheidenheit´s Demut gepaaret.

Weder Tulpen, Nelken, noch Narzissen,

können wagen sich mit dir zu messen,

du ungekrönte Königin.

Den Stand als unvergleichlich Schöne,

als unerreichte, reine Edle,

wird keine andre je begehren.

Nicht einer steht danach der Sinn,

zu zweifeln einer Königin,

die selbst den Titel nicht erwählt.

Kein and`res Wesen kommt dir gleich,

du Blume aus der Götter Reich,

Geschenk wohl aus großzügig Laune.

Unter allen Blüten der irdischen Welt,

bis es du, die in Vorliebe mir gefällt,

bis zum Ende hin wirst du es bleiben.

In mir, und ganz sicher in unsagbar Vielen,

da erweckest du neugierig` Himmelssehnen,

schon dein Anblick, der lädt zum Verweilen ein.

Dein zart verströmt Paradieses Hauch,

so verheissungsvoll, stillt jenes Sehnen auch,

er geleitet der Wünsche Gedanken.

Wenn es wirklich so duftet, dort, wo du einst erdacht,

das Ende mich gar nicht mehr fürchtend macht,

ja, die Vorfreude lässt sich kaum zähmen.

Vorausgesetzt, dass, wohin ich mag schwinden,

deinesgleichen, sei wie als auf Erden zu finden,

in jenem Garten, welcher allen als Eden bekannt.

Dein Schöpfer, der Weise, der dich einst gesät,

so scheint`s, er hat gradezu dich auserwählt,

uns zu mahnen, den Blick für`s Erhab`ne zu wahren.

Unser Leben zu führen, wie er es gebot,

vom Bewusstsein an hin, bis zum leiblichen Tod,

den wir alle hienieden erfahren.

Und Barmherzigkeit dort zu gewähren,

wo`s bedarf, in den irdischen Sphären,

nicht erblindet für Elend und Not.

Mit Bedacht wird dein Abbild immer wieder gezeigt,

auf sakralen Gemälden, diesem Sinnen geweiht,

eine Blume, von großer Bedeutung.

Weiße Lilie, Blume, du Liebste mir,

eine Ode der Freude, die widme ich dir,

weil du schenkst mir die Freude am Leben.

Mai 2nd, 2010

Manchmal versink ich in Reimereien …

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Manchmal versink ich in Reimereien / der geneigte Leser möge verzeihen / beschleicht mich so ein Zwang / ergeb’ ich mich dem Drang

So nennt jeder sein Eigen, sein Steckenpferd / was dem einen lieb und teuer / wähnt ein andrer nicht von Wert

Was du für dich gefunden, für dich allein entdeckt / mach es zu deinem Plane / schon ist der Weg gesteckt

Ein wohl gemeinter Rat, lass dein Sinnen gedeihen zur Tat / erkennst du, was dir Freude macht / hast du ein Feuer schon entfacht

Dann nähre die Flamme, zur beständigen Glut / nur tatsächliches Handeln erstarket den Mut / selbst zu wagen, was du dir gedacht / nur ertragreich wird, wenn`s auch gemacht

Ist`s manchmal auch beschwerlich / bleib zu dir selber ehrlich / und, wenn`s auf Anhieb nicht gleich glückt / die breite Masse nicht entzückt / soll`s in den Ohren dir hallen:

Bleib dran!

Denn es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!


Mai 2nd, 2010

Mitten im Frühling

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Mitten im Frühling

Magst du dich erinnern doch / als vor wenigen Wochen noch / die Welt so trist und fade

Erinnere dich, liegt nicht so weit zurück / als Knospen zögerlich / aus Ästen ragten

Musst ganz bewusst ansehen / was um dich herum geschehen / wie Zeit doch wandelbar auf leisen Schwingen

In Farben viel an Zahl / erblühen Berg und Tal /  ein offen Blick will Wundern nicht entrinnen

Es blüht in wahrer Pracht / das Herz wird weit und lacht / erweckt in jedem Wesen Lebensfreude

Alles will mehren sich / im neuen Sonnenlicht / und deren Früchte ernten über`s Jahr

Ein Frühling heißt ein Jahr / drum nimm ihn wirklich wahr / mit jedem Lenz  beginnt ein neues Leben / vergangen Zeit kann niemand wiedergeben

Mai 1st, 2010

Im Wald

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Im Frühtau in den Wald gegangen / zu lauschen dem säuselnden Wind in den Tannen / unter Füssen das knisternd Geäst

Jubilierende Vögel in Baumes Spitzen / der Morgentau silbern mit funkelnden Blitzen / fühl heimisch mich hier und bleibe doch fremd

In greifbarer Nähe die Waldbiene summt / bin in Andacht versunken, vor Erstaunen verstummt / vor Natur mit den ureignen Stimmen

Ein Waldkonzert der leisen Töne / dankbar empfangend, das Reine, das Schöne / nur hier mir das Herz sich zu öffnen vermag

Mich niederlass’ an meines Baumes Fuße / berühre den Stamm, dient dem freundlichen Grusse / gilt dem Freund, mir geworden in Jahren

Gedanken sammelnd, auftankend Kraft / im Wald, der unermüdlich schafft / der zu geben vermag Seelenruhe

Hier ist Zeit nur ein Wort, wird bedeutungslos / denn Mutter Natur wiegt mich in ihrem Schoß / macht fühlend, was Alltag bezähmet

So zeitvergessend, ohne Hast / den Wald beschweret mit eigener Last / und wie neugeboren verlassend

April 28th, 2010

Das Wort

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DAS WORT

Ein Wort verdreht im Satzgfüge
macht aus der Wahrheit eine Lüge.
Glaub nicht blind jedem Wort und verschaffe dir Klarheit,
mach die Lüge zunichte, und erkenne die Wahrheit!

Das Wort, so befolgt, wie Gott es geboten, macht friedvoll die Lebenden, selig die Toten.
Folgen wir seinem Weg und achten das Leben,
ist sein Segen uns sicher, bereits auf Erden zugegen.

Ein Wort, zu unbedacht gewählt, verheerend Wirkung nie verfehlt.
Als wie ein Pfeil, so schnell vom Bogen,
gedeihen gefährlich aufschäumende Wogen

Das lautere Wort, zum rechten Augenblick, drängt manchen Zweifel endgültig zurück.
Drum zögere nicht, lass es wirkend ziehen,
und Freundschaft wird leichter und sicher erblühen.

Das Wort, entlassen zum Schäferstündchen,
gesäuselt leise, mit spitzem Mündchen,
bleibt oft vergessen nach jener Runde.
Zu unbedacht, im Rausch gesprochen,
ist’s feig mit dem Ende hinweggekrochen.

Das Wort, an den Verstand gerichtet,
sei hilfreich, wenn dieser unterbelichtet.
Es schützt den Toren wie den Narr,
wenn der verständig, vor Gefahr.

Das Wort, an einem lauschigen Plätzchen,
lässt werden so manchen ein kurzweilig Schätzchen.
Ach, lass von dem fordernden Wort dich nicht blenden,
wäge ab, ob’s von Wert ist-es liegt in deinen Händen.

Das Wort, gesprochen in der Not,
gar oft den Rettungsanker bot,
kann Balsam sein für brache Seelen,
doch sehr behutsam sei beim Wählen!

Das Wort, im Eifer schnell entlassen,
lässt sich nicht mehr beim Schopfe fassen,
ist es dir aus dem Mund entflohn,
entfacht es wilde Flamme schon.

Das Wort, gefolgt von echten Taten,
sei jedermann gut angeraten.
Nur der auch hält, was er verspricht,
wirkt heldenhaft, gar königlich.

Das Wort kann ungemein verletzen,
viel böser als ein Schwert zusetzen.
Die Wunde bleibt zwar unbetrachtet,
doch gefährlich dem, der sie missachtet.

Das Wort, als Waffe angewandt,
schlägt tiefe Wunden, nicht von Hand,
schafft  klaffend Krater, tiefer noch,
als feuchtes, dunkles Kerkerjoch.

Das Wort, gegurrt im Liebeswahn,
entfacht das Feuer, zündet`s an,
doch Vorsicht sei auch hier geboten,
zu schnell verbrannt sind nicht nur Pfoten.

Ein Wort verbreitet im Gerücht,
gebährend, wie vernichtend ist,
denn ist es erst in Kreises Lauf,
legt jeder noch ein wenig drauf.

Ein Wort, gesprochen in den Wind,
ist wie ein ungeboren Kind,
es bahnt den Platz sich in die Welt,
doch landet nie, wie es bestellt.

Ein Wort, geheuchelt, verführt zum Verrat,
dem folgt gewiss die Missetat.
Die dereinst in Treue sich abgeschworen,
sind Feinde, vom Wort der Verleumdung betrogen.

Ein ehrliches Wort, aus lauterem Sinn,
das Lobe ich mir, und nehm es hin,
gleichwohl`s direkt im Halse steckt,
viel bittrer noch als Galle schmeckt,
verdauen lässt sich’s jedoch leicht.
Als wie ein Wort um heißen Brei,
dahingesagt, im Einerlei,
sich quälend durchs Gewissen schleicht.

Es nährt das Wort sich von dem Geist,
und wird mit diesem auch gespeist,
sofern einer vorhanden.
Doch um ein Wort recht zu erfassen,
sollst du das Zuhören nicht lassen.

Die Menschheit kann nicht ohne Worte,
benutzt es, spricht es aller Orte,
palavert hin, palavert her,
versteht der Worte Sinn nicht mehr.
Zu schnell mit dem Wort, dessen Wirkung unbeachtet,
wird rausposaunt, dabei mißachtet,
der Worte Kraft und Wirkung.

Und es bedarf zu diesen Zeiten,
sich zu besinnen, anzuhalten,
was man oh’n Umschweif sagen soll.
Wenn fades Plappern dem Mund entweichen will,
bleib lieber still!

April 26th, 2010

FÜR EINEN FREUND

Posted by schillerkult in Allgemein

FÜR EINEN FREUND

Die Welt ist groß, die Welt scheint klein,

ganz wie man sie betrachtet,
doch wichtig bleibt dabei allein,
dass man das Leben achtet.

Sich stet`s ganz fest vor Augen hält-
das hat auch mal ein Ende -
drum mach und lass was dir gefällt,
Zeit läuft erbarmungslos behände.

Geniesse jeden Augenblick,
das Glück wie Leid des Lebens -
stets vorwärts – keinen Schritt zurück,
denn Trauer ist vergebens.

Was dich erdrückt, halt fern von dir -
mit Herz, doch nie verriegelt,
und was du gibst, es kommt zurück-
das sei hiermit besiegelt!

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